Geben Sie Ihr Geld nicht für wirkungslose Anti-Aging-Produkte aus
Wer viel Geld für Anti-Aging-Produkte ausgibt, aber kaum Ergebnisse sieht, sollte die verwendeten Formeln genauer unter die Lupe nehmen. Nicht jedes Produkt passt zu jedem Hautproblem – das gilt sogar für rezeptfreie Mittel.
Falten und Pigmentflecken lassen sich nicht einfach mit irgendeinem Produkt behandeln. Die in New York City praktizierende Dermatologin Dr. Robyn Gmyrek erklärt, welche fünf Anti-Aging-Produkte man wirklich meiden sollte – und was stattdessen besser funktioniert.
Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle
Dr. Gmyrek betont, dass genetische Faktoren zwar das Altern beeinflussen können, Lebensstilientscheidungen jedoch mindestens genauso wichtig sind. Sonnenschutz, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung wirken sich maßgeblich auf das Hautbild aus.
„Prävention ist entscheidend", erklärt sie. „Alles andere ist ein mühsamer Kampf, um Schäden zu reparieren und die strukturelle Stütze der Haut wiederherzustellen."
Dr. Gmyrek gründete das Cosmetic Skin and Laser Center an der Columbia University und leitete die Abteilung für kosmetische Dermatologie am Columbia University Medical Center. In ihrer über 25-jährigen Praxis hat sie mehr als 90.000 Patienten mit reifer Haut behandelt.
1. Vermeiden Sie Cremes mit topischem Kollagen
Bessere Alternative: RoC Retinol Correxion Line Smoothing Max Hydration Cream
Viele Cremes werben mit „Kollagen" als Anti-Aging-Wirkstoff – doch laut Dr. Gmyrek sind Kollagenmoleküle schlicht zu groß, um in die Haut einzudringen. Sie können zwar die Oberfläche befeuchten, aber das Kollagen in den tieferen Hautschichten nicht wirklich erneuern.
„Der häufigste Irrglaube ist, dass topisches Kollagen in die Haut eindringt und einfach Teil ihrer Struktur wird. Das tut es nicht." Stattdessen empfiehlt sie Produkte mit aktiven Wirkstoffen wie Vitamin C, Peptiden und Retinoiden, die die körpereigene Kollagenproduktion ankurbeln und langfristig feine Linien sowie die Hauttextur verbessern.
Für die Kollagenstimulation, straffere Haut und mehr Elastizität bevorzugt Dr. Gmyrek diese RoC-Retinol-Nachtcreme. Die ölfreie, nicht-komedogene Formel enthält Hyaluronsäure und Glycerin zur Feuchtigkeitsversorgung, Retinol zur Faltenreduktion sowie Vitamin C als schützendes Antioxidans.
2. Vermeiden Sie aggressive physische Peelings
Bessere Alternative: Paula's Choice 6% Mandelic Acid + 2% Lactic Acid Liquid Exfoliant
Peelings mit Zuckerkristallen, Walnussschalen oder Aprikosenkernen können laut Dr. Gmyrek Mikrorisse in der Haut verursachen, anstatt das Erscheinungsbild von Alterszeichen zu mildern. Die Folge: beschleunigte Reizungen und eine geschwächte Hautbarriere.
„Ein chemisches Peeling mit Glykolsäure, Milchsäure oder Mandelsäure ist die bessere Wahl, da es abgestorbene Zellen sanft auflöst, den Teint aufhellt und die Zellerneuerung fördert, ohne die Haut zu beschädigen." Sie empfiehlt das Paula's Choice-Exfoliant mit Milchsäure, das auch für empfindliche Haut geeignet ist und bei Texturunreinheiten sowie Verfärbungen hilft.
3. Vermeiden Sie alkoholhaltige „straffende" Toner
Bessere Alternative: Tula Skin Care Clarifying Tonic Alcohol-Free Toner
Alkoholreiche Toner erzeugen zwar einen kurzfristigen Straffungseffekt, können aber langfristig die Hautbarriere austrocknen und schädigen – was Mattigkeit und Falten noch deutlicher hervortreten lässt. Zur Glättung feiner Linien und mehr Volumen empfiehlt Dr. Gmyrek feuchtigkeitsspendende Toner mit Hyaluronsäure oder Glycerin.
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„Einfache Alkohole wie Ethanol, Isopropylalkohol und denaturierter Alkohol können übermäßig austrocknend und reizend wirken – aber nicht alle Alkohole sind in der Hautpflege schädlich", erklärt sie. Fettalkohole wie Cetyl-, Stearyl- und Cetearylalkohol hingegen sind feuchtigkeitsspendend und vorteilhaft.
Ihr persönlicher Favorit ist dieser Tula-Gesichtstoner, der die Poren verfeinert und die Haut sanft exfoliiert. Er enthält Niacinamid zur Stärkung der Hautbarriere und Hamamelis zur Beruhigung der Haut.
4. Vermeiden Sie Retinoide, die zu stark für Ihre Haut sind
Bessere Alternative: La Roche-Posay Redermic R Anti-Aging Retinol Cream
Manche Menschen glauben, ein Produkt sei wirksamer, wenn es brennt oder sticht – doch das stimmt nicht immer. Laut Dr. Gmyrek greifen viele zur stärksten verfügbaren Retinoid-Formel, um schnellere Ergebnisse zu erzielen. Bei Retinoiden, die ohnehin reizend wirken können, ist das jedoch keine gute Strategie.
„Wenn die Haut entzündet und gereizt wird, können Sie tatsächlich Kollagen, elastisches Gewebe und die Hautbarriere beschädigen." Sie empfiehlt, mit einer niedrig dosierten Formel zu beginnen oder die Anwendungshäufigkeit zu reduzieren und sich langsam an eine Konzentration heranzutasten, die die Haut verträgt.
Ihre Wahl: Die Retinol-Creme von La Roche-Posay überzeugt mit einer leichten, feuchtigkeitsspendenden Formel, die für die meisten Hauttypen geeignet ist. Sie regt die Kollagenproduktion an und verbessert feine Linien, Hauttextur sowie den Teint.
5. Vermeiden Sie schäumende oder aggressive Reiniger
Bessere Alternative: La Roche-Posay Toleriane Gentle Face Cleanser
Reiniger, die das Gesicht eng oder „quietschend" sauber hinterlassen, sollte man meiden. Laut Dr. Gmyrek handelt es sich dabei häufig um stark schäumende Gele mit Sulfaten oder Seifen mit hohem pH-Wert, die die Hautbarriere schädigen und Austrocknung sowie Reizungen beschleunigen können. Beides verschlimmert ihrer Beobachtung nach Mattigkeit und feine Linien.
„Ein sanfter Reiniger mit niedrigem pH-Wert und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Ceramiden, Glycerin oder Hyaluronsäure, der die Barrierefunktion unterstützt und gleichzeitig Schmutz, Talg und Sonnenschutz effektiv entfernt, ist die deutlich bessere Wahl."
Sie empfiehlt diesen La Roche-Posay-Reiniger, der die Haut mit Niacinamid, Ceramiden und thermischem Wasser pflegt und dabei gründlich reinigt. „Gesunde, ausgewogene Haut ist immer widerstandsfähiger gegenüber dem Alterungsprozess", so Dr. Gmyrek abschließend.













