Das Motability-Programm steht vor grundlegenden Veränderungen
Das Motability-Programm war jahrelang eine unverzichtbare Stütze für Menschen mit Behinderungen. In diesem Jahr treten jedoch erhebliche Änderungen in Kraft, die weitreichende Folgen für viele Betroffene haben könnten. Dazu zählen neue Mehrwertsteuerbelastungen auf Vorauszahlungen, eine Versicherungssteuer sowie der Ausschluss bestimmter Luxusfahrzeuge aus dem Programm.
So funktioniert das Motability-Programm
Das Motability-Programm ermöglicht es Menschen, die den höheren oder erweiterten Satz der Mobilitätskomponente ihrer Behindertenleistungen erhalten, einen Teil oder die Gesamtheit dieser Zahlungen gegen den Leasingvertrag für ein neues Auto oder ein barrierefreies Fahrzeug einzutauschen.
Derzeit profitieren mehr als 815.000 Menschen von diesem Programm – darunter Bezieher von Personal Independence Payments (PIP) sowie der Disability Living Allowance (DLA). Das Ministerium für Arbeit und Renten wird bestimmte Personengruppen mit PIP- und DLA-Bezug vor diesen Änderungen schützen. Die neuen Regelungen gelten ausschließlich für Neuantragsteller.
Bevorstehende Steueränderungen im Überblick
Die Labour-Regierung kündigte bereits im vergangenen Jahr an, dass steuerliche Anpassungen das Motability-Programm betreffen würden. Ab diesem Sommer werden neue Gebühren für Steuern, Kilometerleistung und Reifen für Leistungsempfänger eingeführt – als Teil eines breiteren Vorhabens zur Senkung der Sozialausgaben.
Was die neuen Regelungen konkret bedeuten
Unter den neuen Bedingungen wird auf die Vorabkosten von Fahrzeugen eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent fällig. Zusätzlich gilt eine Versicherungssteuer von 12 Prozent auf den Versicherungsanteil des Leasingvertrags. Diese Kombinationsbelastung könnte für viele Betroffene spürbar ins Gewicht fallen.
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Welche Gruppen sind geschützt?
Trotz der umfassenden Änderungen bleiben mehrere Personengruppen ausdrücklich von den neuen Regelungen ausgenommen. Bestehende Leasingverträge behalten ihre aktuellen Konditionen bis zu ihrem regulären Ablaufdatum. Wer seine Bestellung noch vor dem 1. Juli 2026 aufgibt, sichert sich die aktuellen Preise und Vertragsbedingungen – selbst wenn die Fahrzeuglieferung erst nach diesem Stichtag erfolgt.
Nutzer von rollstuhlgerechten Fahrzeugen (Wheelchair Accessible Vehicles) sind dauerhaft von der neuen Mehrwertsteuer und der Versicherungssteuer befreit. Diese Ausnahme stellt sicher, dass besonders vulnerable Nutzergruppen nicht unverhältnismäßig stark belastet werden.
Regionale Auswirkungen und Schottland
Die beschlossenen Änderungen gelten zunächst ausschließlich für das gesamtbritische Programm. Die schottische Regierung prüft derzeit noch, welche Auswirkungen die Neuregelungen auf ihr eigenes Programm für barrierefreie Fahrzeuge und Ausrüstung in Schottland haben werden.
Neue Tracker-Pflicht ab April 2026
Ab April 2026 müssen alle Neukunden – unabhängig vom Alter – einen Drive Smart Tracker in ihrem Fahrzeug installieren lassen. Bislang galt diese Anforderung hauptsächlich für Fahrer unter 25 Jahren. Insgesamt sieht sich das Programm infolge des letztjährigen Haushalts mit neuen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 300 Millionen Pfund konfrontiert.













