Das neue Steuerjahr beginnt am 6. April
Der 6. April markiert den offiziellen Start eines neuen Steuerjahres. Damit werden zahlreiche finanzielle Grenzen und Schwellenwerte für 2026–2027 neu festgelegt oder angepasst. Die HMRC-Steuerregeln orientieren sich an Steuerjahren statt an Kalenderjahren – das bedeutet, die meisten Freibeträge laufen von April bis April, nicht von Januar bis Dezember.
Für alle Erwerbstätigen wird der steuerfreie Persönliche Freibetrag mit Beginn des neuen Steuerjahres zurückgesetzt. Wer im Steuerjahr 2025–26 seinen kompletten Freibetrag ausgeschöpft hatte, kann ab sofort wieder steuerfreies Einkommen für das neue Jahr 2026–27 erzielen.
Persönlicher Freibetrag bleibt bei £12.570
Der steuerfreie Persönliche Freibetrag wird zum 6. April offiziell zurückgesetzt – allerdings bleibt der Betrag unverändert bei £12.570. Dieser Wert ist seit 2021 eingefroren, als er um £70 angehoben wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit keine Veränderung.
Das bedeutet konkret: Arbeitnehmer können in einem Steuerjahr bis zu £12.570 steuerfrei verdienen. Alles, was darüber hinausgeht, wird mit dem Grundsteuersatz von 20 % Einkommensteuer belastet – auf jeden einzelnen Pfund über diesem Betrag.
Kein Anstieg des Freibetrags – anders als bei Renten und Sozialleistungen
Die schlechte Nachricht: Der Persönliche Freibetrag wird zum 6. April nicht erhöht. Das unterscheidet ihn deutlich von der staatlichen Rente, dem Universal Credit und anderen Sozialleistungen, die in diesem Jahr allesamt angepasst wurden.
Interessante Artikel:
Die Regierung formuliert es klar: „Der Standard-Persönliche Freibetrag beträgt £12.570 – das ist der Betrag, auf den keine Einkommensteuer anfällt."
Rechenbeispiel der Regierung
Angenommen, jemand hat im Steuerjahr ein zu versteuerndes Einkommen von £35.000 erzielt und den vollen Persönlichen Freibetrag von £12.570 erhalten. Dann werden £22.430 (also £35.000 minus £12.570) mit dem Grundsteuersatz von 20 % besteuert.
Was ist „Fiscal Drag" – und warum ist das wichtig?
Ein zentraler Begriff in dieser Diskussion ist der sogenannte „Fiscal Drag" – auf Deutsch auch als „kalte Progression" bekannt. Dabei handelt es sich um die Auswirkung des Einfrierens von Steuer- und Sozialversicherungsgrenzen.
Wenn Löhne und Gehälter mit der Inflation steigen, die Steuerfreibeträge aber nicht mitziehen, rutschen immer mehr Menschen automatisch in höhere Steuerklassen – ohne dass die Regierung offiziell die Steuern erhöht hat. Experten bezeichnen dies als die größte versteckte Steuererhöhung für Beschäftigte. Hinweis: In Schottland gelten abweichende Einkommensteuersätze, was die Situation dort zusätzlich beeinflusst.
Zusammenfassung: Was sich ab dem 6. April ändert
- Neues Steuerjahr 2026–27 beginnt offiziell am 6. April 2026
- Persönlicher Freibetrag bleibt bei £12.570 – keine Erhöhung
- Einkommen über £12.570 wird mit 20 % Einkommensteuer belastet
- Der Freibetrag ist seit 2021 eingefroren
- Staatliche Rente und Sozialleistungen wurden angehoben – der Steuerfreibetrag nicht
- „Fiscal Drag" sorgt dafür, dass steigende Löhne automatisch zu höherer Steuerlast führen













