Kfz-Steuer-Änderungen 2026: Höhere Gebühren für Fahrzeuge ab Erstzulassung 2017

Ab April 2026 steigen die Kfz-Steuerkosten für Millionen britischer Autofahrer

Seit dem 1. April müssen Fahrzeughalter älterer Autos tiefer in die Tasche greifen. Die Kraftfahrzeugsteuer – im Englischen als Vehicle Excise Duty (VED) bekannt – wurde für Fahrzeuge angehoben, die nach April 2017 erstmals zugelassen wurden. Wie hoch die jährliche Steuer ausfällt, hängt dabei von drei entscheidenden Faktoren ab: dem verwendeten Kraftstofftyp, dem Erstzulassungsdatum und den CO2-Emissionen des Fahrzeugs.

Hintergrund: Warum wird das VED-System reformiert?

Das aktuelle, auf CO2-Bändern basierende VED-System wurde im Jahr 2001 eingeführt – zu einem Zeitpunkt, als britische Neuwagen im Durchschnitt noch 178 Gramm CO2 pro Kilometer ausstießen. Seitdem hat sich die Fahrzeugtechnologie grundlegend verändert.

Das neue VED-System behält die CO2-basierten Erstzulassungstarife bei und stärkt sie, um den Kauf besonders emissionsarmer Fahrzeuge attraktiver zu machen. Gleichzeitig wird ein einheitlicher Standardtarif eingeführt, der das gesamte System gerechter, einfacher und zukunftssicherer gestalten soll.

Wer ist von den neuen Tarifen betroffen?

Nahezu alle Halter von Benzin-, Diesel- und Elektrofahrzeugen in Großbritannien müssen ab April höhere Beträge entrichten. Wichtig zu wissen: Altersrabatte existieren nicht – ältere Fahrer zahlen dieselben Gebühren wie alle anderen Kraftfahrzeughalter auch.

Wer ein Fahrzeug zwischen dem 1. April 2017 und heute zugelassen hat, zahlt künftig einen Standardjahresbetrag von £200 statt bisher £195. Diese Regelung gilt ausdrücklich für alle Fahrzeuge, die ab dem 1. April 2017 erstmalig zugelassen wurden.

Erstjahrestarife und CO2-Emissionen

Die Erstjahrestarife (First Year Rates) richten sich nach den CO2-Emissionen des jeweiligen Fahrzeugs. Wer also ein Neufahrzeug kauft, zahlt im ersten Jahr einen gesonderten sogenannten „Showroom-Tarif". Ab April 2026 steigt dieser Tarif für Fahrzeuge mit Emissionen zwischen 1 und 50 Gramm CO2 pro Kilometer von £110 auf £115.

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Diese erhöhten Erstjahrestarife gelten ausschließlich für das erste Zulassungsjahr. Ab dem zweiten Jahr greift der reguläre Standardtarif – der nun, wie erwähnt, von £195 auf £200 angehoben wurde.

Neue Erstjahrestarife ab dem 1. April 2026 im Überblick

  • 0 g/km: £10 (keine Änderung)
  • 1–50 g/km: £115 (vorher £110)

Neuwagenkäufer tragen die größte Last

Am stärksten betroffen sind Käufer neuer Benzin- und Dieselfahrzeuge. Die VED-Gebühren in diesem Segment steigen um £200 – von £5.490 auf £5.690. Das ist eine spürbare finanzielle Belastung, die Kaufentscheidungen durchaus beeinflussen dürfte.

Wer darüber hinaus ein Fahrzeug mit einem Listenpreis von mehr als £40.000 erwirbt, muss für die ersten fünf Jahre einen zusätzlichen Aufschlag von £310 auf den Standardtarif einkalkulieren.

Was gilt für Fahrzeuge, die vor 2017 zugelassen wurden?

Für ältere Fahrzeuge bleibt das bestehende VED-System unverändert bestehen. Alle Autos, die vor dem 1. April 2017 erstmals zugelassen wurden, verbleiben im bisherigen System – und werden nach wie vor nach CO2-Emissionsbändern besteuert. Grundsätzlich gilt: Je geringer die Emissionen, desto niedriger die Steuer.

Jahrestarife ab April 2026 für Fahrzeuge mit Erstzulassung zwischen 1. März 2001 und 31. März 2017

  • Bis 100 g/km: £20 (keine Änderung)
  • 101–110 g/km: £20 (keine Änderung)
  • 111–120 g/km: £35 (keine Änderung)
  • 121–130 g/km: £170
  • 131–140 g/km: £200
  • 141–150 g/km: £225
  • 151–165 g/km: £275
  • 166–175 g/km: £325
  • 176–185 g/km: £360
  • 186–200 g/km: £410
  • 201–225 g/km: £445
  • 226–255 g/km: £760
  • Über 255 g/km: £790

Emissionsfreie Fahrzeuge profitieren weiterhin

Für vollständig emissionsfreie Fahrzeuge gilt beim Standardtarif weiterhin ein Satz von £0. Das unterstreicht den klaren Kurs der Reform: saubere Fahrzeuge steuerlich begünstigen, während Vielverbraucher stärker zur Kasse gebeten werden.

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