Liegestütze nach 50 testen die Oberkörperkraft – das sagt deine Zahl über dich

Was Liegestütze nach dem 50. Geburtstag wirklich verraten

Liegestütze gehören nach wie vor zu den aussagekräftigsten Krafttests überhaupt – egal in welchem Alter. Ab 50 zeigen sie, wie gut Oberkörper, Rumpf und Schulterkoordination noch zusammenspielen. Wer saubere, kontrollierte Wiederholungen schafft, beweist damit echte Druckkraft und muskuläre Ausdauer. Kaum eine andere Übung mit dem eigenen Körpergewicht liefert so schnell so viel Aufschluss über den eigenen Fitnessstand.

In Trainingsprogrammen wird der Liegestütz häufig als Referenzbewegung eingesetzt, weil er alltagsrelevante Stärke sichtbar macht. Brust, Schultern, Trizeps und Rumpf werden gleichzeitig beansprucht, ganz ohne Geräte und langen Aufwand. Viele Menschen über 50 haben ihre beeindruckende Oberkörperkraft durch konsequentes Üben dieser einen Bewegung zurückgewonnen. Auch wer noch nicht ganz dort ist, kann mit kleinen Anpassungen sofort beginnen.

Im Folgenden erfährst du, wie ein technisch sauberer Liegestütz aussieht, wo deine Wiederholungszahl im altersbasierten Vergleich liegt und woran du arbeiten solltest, um in die Spitzengruppe aufzusteigen.

So gelingt ein erstklassiger Liegestütz

Bevor du an mehr Wiederholungen denkst, sollte die Ausführung stimmen. Korrekt durchgeführte Liegestütze bauen echte Kraft auf und schützen die Schultern. Gehetzte Wiederholungen hingegen führen zu Ausweichbewegungen und bremsen den Fortschritt. Jede einzelne Wiederholung sollte vom ersten bis zum letzten Zentimeter gleich aussehen. Kontrolliere die Position, steuere die Absenkphase bewusst und drücke mit Intention.

Anleitung: Der perfekte Liegestütz Schritt für Schritt

Platziere die Hände etwas breiter als schulterbreit und spreize die Finger für mehr Stabilität leicht auseinander.

Strecke die Beine nach hinten aus und bilde eine gerade Linie von Kopf bis Ferse.

Spanne den Rumpf an und drücke die Gesäßmuskeln zusammen, damit die Hüften nicht absacken.

Senke die Brust langsam Richtung Boden ab, wobei die Ellenbogen in einem Winkel von 30 bis 45 Grad vom Körper wegweisen.

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Halte kurz inne, wenn die Brust knapp über dem Boden ist, ohne die Körperspannung zu verlieren.

Drücke kraftvoll mit den Handflächen ab, um in die Ausgangsposition zurückzukehren.

Liegestütz-Bewertung ab 50: Wo stehst du?

Die Gesamtzahl deiner Liegestütze gibt schnell Auskunft über Kraft und Fitness des Oberkörpers. Diese Richtwerte basieren auf vollständigen Wiederholungen mit sauberer Form, ohne Pause mitten im Satz.

Liegestütz-Rangliste für Erwachsene ab 50 Jahren

  • Spitzenklasse: 35 oder mehr Liegestütze am Stück
  • Überdurchschnittlich: 25 bis 34 Liegestütze
  • Durchschnittlich: 15 bis 24 Liegestütze
  • Unterdurchschnittlich: 8 bis 14 Liegestütze
  • Verbesserungsbedarf: Weniger als 8 Liegestütze

Wer in der Spitzenklasse landet, ist den meisten Gleichaltrigen deutlich voraus. Liegt die Zahl aktuell noch niedriger, ist das kein Grund zur Sorge – mit gezieltem Training steckt oft erheblich mehr Potenzial darin, als man denkt.

Die besten Methoden, um bei Liegestützen stärker zu werden

Wer bei Liegestützen Fortschritte erzielen möchte, braucht regelmäßiges Üben und ein durchdachtes Krafttraining. Viele Erwachsene über 50 schöpfen ihr Oberkörperpotenzial noch gar nicht aus, sobald sie strukturiert trainieren. Wer Qualität, Volumen und Erholung in den Mittelpunkt stellt, legt oft in kurzer Zeit spürbar mehr Wiederholungen drauf. Trainiere knapp vor der Erschöpfungsgrenze und bleibe konsequent – dann summieren sich die kleinen Fortschritte Woche für Woche.

  • Zwei- bis dreimal pro Woche üben: Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zu mehr Kraft und Belastbarkeit.
  • Schrägstütze als Aufbaumethode nutzen: Hände auf einer Bank oder Box abzustützen ermöglicht mehr qualitative Wiederholungen, während die Kraft wächst.
  • Druckmuskeln gezielt stärken: Kurzhantel-Brustpressen, Bankdrücken und Überkopfübungen unterstützen die Liegestütz-Leistung direkt.
  • Rumpfspannung aufbauen: Planks, Dead Bugs und Pallof-Pressen stabilisieren den Körper und erleichtern saubere Liegestütze erheblich.
  • Langsam absenken: Eine Absenkphase von zwei bis drei Sekunden erhöht die Zeit unter Spannung und fördert schnelleren Kraftaufbau.
  • Ein bis zwei Wiederholungen vor dem Versagen aufhören: So erholt sich der Körper besser und der Fortschritt bleibt gleichmäßiger.
  • Alle vier bis sechs Wochen erneut testen: Regelmäßige Tests halten die Motivation hoch und machen den Fortschritt sichtbar.

Author

  • Mark Maslow ist einer der profiliertesten Fitness-Experten Deutschlands, der durch seinen evidenzbasierten Ansatz und seine analytische Herangehensweise bekannt wurde. Ursprünglich als diplomierter Luft- und Raumfahrttechnik-Ingenieur tätig, übertrug er die Prinzipien der Effizienz und Systemoptimierung auf den menschlichen Körper. Er ist nicht nur zertifizierter Personal Trainer mit lizenzierten Qualifikationen (u.a. Fitness-A-Lizenz), sondern hat sich durch jahrelange Praxis und das Studium sportwissenschaftlicher Erkenntnisse eine tiefe Expertise in den Bereichen Krafttraining, Ernährung und Mentaltraining erarbeitet. Sein Ziel ist es, Fitness-Mythen durch wissenschaftliche Fakten zu ersetzen und Menschen dabei zu helfen, ihren Körper nachhaltig zu transformieren.

    Bekanntheit erlangte Maslow vor allem durch seine Marke MarathonFitness und seinen preisgekrönten Podcast „Fitness mit M.A.R.K.“, der regelmäßig die deutschen Charts in der Kategorie Gesundheit anführt. Seine Expertise zeichnet sich durch das von ihm entwickelte „M.A.R.K.-Modell“ aus, das die vier entscheidenden Säulen des Erfolgs definiert: Mentaltraining, Ausgewogene Ernährung, Richtiges Krafttraining und Kardiotraining. Als gefragter Autor und Coach wird er für seine Fähigkeit geschätzt, komplexe biomechanische und physiologische Zusammenhänge in leicht verständliche, praxisnahe Strategien zu übersetzen, die sowohl für Profisportler als auch für vielbeschäftigte Alltagsathleten funktionieren.

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