Universal Credit Stichtag 2026: 356.000 britische Haushalte drohen Zahlungen zu verlieren

Hunderttausende Haushalte stehen kurz vor dem Verlust ihrer Sozialleistungen

Mit dem Näherrücken eines entscheidenden Stichtags könnten mehr als 356.000 Haushalte ab morgen ihre Leistungszahlungen verlieren. Die Zeit läuft ab – und für viele Betroffene steht einiges auf dem Spiel.

Das von der Labour-Regierung betriebene Managed-Migration-Programm, das Menschen von alten Sozialleistungen auf Universal Credit umstellt, endete am 31. März. Wer bis dahin nicht gehandelt hat, riskiert nun ernsthafte finanzielle Konsequenzen.

Was sagen die aktuellen DWP-Zahlen?

Das Ministerium für Arbeit und Renten (DWP) gibt an, dass genau 356.521 Haushalte weiterhin gefährdet sind, ihre Zahlungen einzubüßen – sofern sie nicht aktiv werden. Eine beunruhigende Zahl, die zeigt, wie viele Menschen noch nicht reagiert haben.

Seit Juli 2022 wurden insgesamt rund 1,82 Millionen Haushalte mit Migrationsbenachrichtigungen angeschrieben und aufgefordert, zu Universal Credit zu wechseln. Davon haben etwa 1,57 Millionen erfolgreich einen Antrag gestellt. Gut 10.600 Fälle sind noch offen.

Drei Monate Zeit – und dann?

Wer eine Migrationsbenachrichtigung erhält, hat lediglich drei Monate Zeit, darauf zu reagieren. Wer diese Frist verstreichen lässt, riskiert den Wegfall seiner bisherigen Leistungen – ohne Ausnahme.

Im Rahmen der Umstellung werden sechs bisherige Sozialleistungen durch Universal Credit ersetzt. Dazu gehören:

Interessante Artikel:

  • Working Tax Credit
  • Child Tax Credit
  • Housing Benefit
  • Einkommensabhängiges Employment and Support Allowance
  • Income Support
  • Einkommensbasiertes Jobseeker's Allowance

Wer profitiert – und wer verliert?

Laut Regierungsdaten dürften rund 1,4 Millionen Menschen, die von alten Leistungen wechseln, finanziell besser dastehen als zuvor. Weitere 300.000 Personen werden voraussichtlich keine Veränderung ihrer Zahlungen bemerken.

Allerdings könnte es für etwa 900.000 Antragsteller unter dem neuen System zu Kürzungen kommen. Das ist eine erhebliche Gruppe, die genau prüfen sollte, welche Schutzmaßnahmen ihr zustehen.

Übergangschutz: Wer hat Anspruch?

Rund 600.000 der betroffenen Personen könnten Anspruch auf sogenannte Transitional Protection Payments haben – also Übergangsschutzzahlungen –, wenn sie den offiziellen Migrationsprozess durchlaufen. Diese Zahlungen sollen sicherstellen, dass niemand unmittelbar nach dem Wechsel weniger Geld erhält.

Wichtig zu wissen: Wer eigenständig wechselt oder die Frist versäumt und erst später einen Antrag stellt, hat keinen Anspruch auf diesen Übergangsschutz. Der Zeitpunkt des Wechsels entscheidet also maßgeblich darüber, ob man diese finanzielle Absicherung erhält oder nicht.

Was passiert, wenn man gar nicht wechselt?

Betroffene, die nicht auf Universal Credit umsteigen, riskieren nicht nur den sofortigen Stopp ihrer Zahlungen. Sie könnten außerdem zukünftige Leistungserhöhungen dauerhaft verpassen – ein doppelter Nachteil, der langfristige finanzielle Folgen haben kann.

Ein Leistungsrechner kann dabei helfen, herauszufinden, ob man für Universal Credit in Frage kommt und wie hoch die möglichen Zahlungen ausfallen würden. Wer unsicher ist, sollte so schnell wie möglich handeln – die Uhr tickt.

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