Eine neue kilometerbasierte Steuer kommt auf britische Autofahrer zu
Bestimmte Fahrzeughalter in Großbritannien müssen künftig eine neue kilometerabhängige Abgabe entrichten – je nachdem, wie viele Meilen sie pro Jahr zurücklegen. Die Höhe der Steuer richtet sich also direkt nach der tatsächlichen Fahrleistung.
Die neue Abgabe trägt die Bezeichnung Electric Vehicle Excise Duty (eVED) und wurde im Rahmen des Haushaltsplans 2025 von der Regierung angekündigt. Sie tritt offiziell ab April 2028 in Kraft.
Betroffen sind ausschließlich Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride. Die Abgabe wird dabei zusätzlich zur bereits bestehenden Vehicle Excise Duty (VED) fällig.
So funktioniert die neue Kilometersteuer im Detail
Das neue System berechnet die Steuer anhand der Strecke, die ein Fahrzeug innerhalb eines Jahres zurücklegt. Je mehr Kilometer gefahren werden, desto höher fällt die Abgabe aus.
Die Regierung hat folgende Tarife festgelegt:
- Elektroautos: 3 Pence pro Meile
- Plug-in-Hybride: 1,5 Pence pro Meile
Das Prinzip ist denkbar simpel: Wer mehr fährt, zahlt mehr. Für Vielfahrer kann das schnell eine erhebliche Summe ergeben.
Was die neue Steuer Autofahrer konkret kosten kann
Für viele Halter könnten sich die jährlichen Zusatzkosten auf mehrere hundert Pfund summieren. Ein Blick auf konkrete Beispiele macht das deutlich:
- 5.000 Meilen pro Jahr: Elektroauto £150 – Plug-in-Hybrid £75
- 10.000 Meilen pro Jahr: Elektroauto £300 – Plug-in-Hybrid £150
- 15.000 Meilen pro Jahr: Elektroauto £450 – Plug-in-Hybrid £225
- 20.000 Meilen pro Jahr: Elektroauto £600 – Plug-in-Hybrid £300
Ein Elektroautofahrer, der jährlich rund 10.000 Meilen zurücklegt, würde demnach £300 zusätzlich pro Jahr zahlen – zuzüglich der regulären Fahrzeugsteuer.
Wen trifft die neue Abgabe?
Nicht alle Fahrzeughalter sind von dieser Regelung betroffen. Die Steuer richtet sich gezielt an bestimmte Gruppen:
Interessante Artikel:
- Besitzer von Elektrofahrzeugen: Ja, betroffen
- Besitzer von Plug-in-Hybriden: Ja, betroffen
- Besitzer von Benzinfahrzeugen: Nein, nicht betroffen
- Besitzer von Dieselfahrzeugen: Nein, nicht betroffen
Wer in den nächsten Jahren auf ein Elektrofahrzeug umsteigen möchte, sollte diese zusätzlichen Betriebskosten künftig unbedingt in seine Kalkulation einbeziehen.
Warum führt die Regierung diese Steuer ein?
Die Regierung begründet die neue Abgabe mit dem Ziel, ein gerechteres Steuersystem zu schaffen – insbesondere angesichts der wachsenden Zahl an Elektrofahrzeugen auf britischen Straßen.
Bislang leisten Benzin- und Dieselfahrer über die Kraftstoffsteuer indirekt einen Beitrag zur Straßennutzung, da diese Steuer mit jedem getankten Liter anfällt. Elektrofahrzeuge sind von dieser Steuer befreit. Da die Verbreitung von Elektroautos stetig zunimmt, sieht die Regierung Handlungsbedarf.
Zudem argumentieren die Verantwortlichen, dass auch Elektrofahrzeuge zur Straßenabnutzung und zum Verkehrsstau beitragen – und daher an den damit verbundenen Kosten beteiligt werden sollten.
Bedenken wegen möglicher Auswirkungen auf die E-Auto-Akzeptanz
Kritiker warnen, das neue Pay-per-Mile-System könnte potenzielle Käufer davon abhalten, auf Elektrofahrzeuge umzusteigen. Diese Sorge ist besonders brisant, da Fahrer gleichzeitig dazu angehalten werden, ihre Benzin- und Dieselautos im Hinblick auf das geplante Verkaufsverbot für Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2030 aufzugeben.
Einige Verkehrsexperten sind der Meinung, dass steigende Kosten für E-Auto-Fahrer den Umstieg weniger attraktiv machen könnten – vor allem da finanzielle Anreize für den Wechsel zur Elektromobilität in den vergangenen Jahren schrittweise reduziert wurden.
E-Auto-Fahrer werden stärker in das Steuersystem einbezogen
Die neue Kilometerpauschale ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Elektrofahrzeughalter zunehmend in das britische Steuersystem integriert werden. Sie zahlen bereits seit einiger Zeit Vehicle Excise Duty nach aktuellen Regelungen – und ab April 2028 kommt nun diese zusätzliche kilometerabhängige Abgabe hinzu.
Zusammenfassung auf einen Blick
Ab April 2028 müssen Halter von Elektroautos und Plug-in-Hybriden in Großbritannien eine neue Pay-per-Mile-Steuer zahlen – zusätzlich zur bestehenden Fahrzeugsteuer. Die festgelegten Sätze betragen 3 Pence pro Meile für Elektroautos und 1,5 Pence pro Meile für Plug-in-Hybride.
Bei durchschnittlicher oder hoher Jahresfahrleistung können so schnell mehrere hundert Pfund an Mehrkosten entstehen. Wer vor 2028 auf ein Elektrofahrzeug wechseln möchte, sollte diese bevorstehende Steueränderung bei der Berechnung der langfristigen Gesamtkosten nicht außer Acht lassen.













