17 Handcremes unter der Lupe: Das Testsieger-Produkt kostet unter 1 Euro
Viele Menschen greifen täglich zu Handcreme aus dem Supermarkt, Discounter oder der Drogerie – schließlich leiden die Hände besonders im Winter unter Trockenheit und Rauheit. Doch hält jedes Produkt wirklich das, was Werbung und Verpackung versprechen? Gerade bei empfindlicher Haut kommt es auf wirksame Inhaltsstoffe und geprüfte Qualität an.
Genau hier kommen unabhängige Produkttests ins Spiel. Sie liefern Verbrauchern verlässliche Orientierung, wenn es darum geht, das richtige Pflegeprodukt auszuwählen.
So wurde getestet
Insgesamt 17 Handcremes wurden in mehreren Kategorien bewertet: Pflegeeigenschaft, Hautgefühl, Alltagstauglichkeit, umweltkritische Inhaltsstoffe, Deklaration sowie die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung. Um Pflegeeigenschaft und Hautgefühl zuverlässig zu beurteilen, trugen 20 verschiedene Testpersonen jede Creme zwei Wochen lang morgens und abends auf.
Nach Ablauf dieser Testphase wurde der Hautzustand vor und nach der Anwendung systematisch verglichen. Ein aufwendiges Verfahren – aber genau das macht solche Ergebnisse so aussagekräftig.
Testsieger: Die dm-Eigenmarke Balea setzt sich durch
Den ersten Platz sicherte sich die „Urea Handcreme" von Balea, der Eigenmarke der Drogeriekette dm. Mit einem Preis von lediglich 95 Cent pro 100 Milliliter ist sie nicht nur erschwinglich, sondern überzeugte auch in sämtlichen Bewertungskriterien vollständig.
Ebenfalls empfehlenswert: Die „Cien Handcreme Repair" von Lidl für nur 70 Cent – das günstigste Produkt im gesamten Test. In fast allen Kategorien schnitt sie mit „gut" ab. Lediglich bei der Konsistenz gab es leichte Abzüge, was zu einer Gesamtnote von 2,3 führte. Für den Preis ein beachtliches Ergebnis.
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Alltagstauglichkeit: Das teuerste Produkt enttäuscht
Neben Pflege und Hautgefühl prüften die Tester auch, wie gut sich die Cremes im Alltag bewähren. Die Testpersonen mussten nach dem Eincremen eine Flasche öffnen und ein Smartphone bedienen – ein realistischer Alltagstest, der zeigen sollte, ob die Hände danach klebrig oder schmierig bleiben.
Ausgerechnet das teuerste Produkt im Test fiel dabei negativ auf: Die „Handpflege der besonderen Art No 5 Kamille" von Calibar kostet stolze 39 Euro pro 100 Milliliter – und sammelte trotzdem in fast allen Anwendungstests schwache Ergebnisse. Die Alltagstauglichkeit wurde mit der Note 3,0 bewertet.
Umweltkritische Stoffe: Vier Cremes mit schlechten Noten
Ein weiterer wichtiger Prüfpunkt war der Einsatz umweltkritischer Inhaltsstoffe. Vier Produkte schnitten in dieser Kategorie schlechter ab – darunter auch die „Hand Creme Intensive Pflege" von Nivea.
Sie enthält den Wirkstoff Dimethicone, der als schwer abbaubar gilt. Laut den Testern sind solche Substanzen nicht notwendig, um eine gute Pflegewirkung zu erzielen – es gibt umweltfreundlichere Alternativen, die genauso wirksam sind.
Das Fazit: Günstig schlägt teuer
Die Testergebnisse zeigen eindrucksvoll, dass ein hoher Preis keine Garantie für Qualität ist. Günstige Produkte aus Drogerie und Discounter können teure Markencremes klar übertrumpfen – sowohl in der Pflegeleistung als auch in der Umweltbilanz.
- Testsieger: Balea Urea Handcreme (dm) – 95 Cent pro 100 ml
- Günstigstes Produkt mit guter Note: Cien Handcreme Repair (Lidl) – 70 Cent, Note 2,3
- Schlechteste Alltagstauglichkeit: Calibar No 5 Kamille – 39 Euro, Note 3,0
- Umweltkritisch: Nivea Hand Creme Intensive Pflege wegen Dimethicone
Wer täglich auf Handpflege setzt, muss also nicht tief in die Tasche greifen. Die Testsieger zeigen: Qualität und Erschwinglichkeit schließen sich nicht aus – man muss nur wissen, wo man sucht.













