Augenbrauen-Bleistift-Guide: Die richtige Technik professioneller Make-up-Artists für natürliche Brauen

Augenbrauenstift richtig verwenden – so geht's wirklich

Einen Augenbrauenstift korrekt einzusetzen ist gar nicht so simpel, wie es von außen wirkt. Die Grenze zwischen gepflegt und übertrieben ist erschreckend schmal. Wer kennt das nicht – man schaut alte Fotos an und fragt sich, warum die eigenen Freunde damals kein Wort gesagt haben.

Jahre des Ausprobierens stecken dahinter, wenn man herausfinden will, wie man Brauen optimal in Form bringt, zum Gesicht passend modelliert und jeden einzelnen Haar sichtbar definiert. Wer von Natur aus helle Brauen hat, aber dunkles Haar trägt, kennt die besondere Herausforderung: Manchmal wachsen die Brauen nur bis zur Hälfte, und der Schwanz muss schlicht nachgezeichnet werden.

Sechs Jahre als Beauty-Redakteurin öffnen Türen – zu den neuesten Brauenprodukten und zu einigen der talentiertesten Make-up-Artists weltweit. Was dabei über den professionellen Einsatz des Augenbrauenstifts gelernt wurde, ist in diesem Leitfaden zusammengefasst.

Vorbereitung der Augenbrauen

Bevor der Stift überhaupt zum Einsatz kommt, braucht es eine solide Grundlage. Ein Spoolie-Bürstchen kombiniert mit Augenbrauengel hält die Haare an Ort und Stelle – doch viele Profis schwören nach wie vor auf einen ganz anderen Klassiker: Seife.

Der sogenannte Soap-Brow-Trend hat in den letzten Jahren enormen Aufschwung erlebt, weil er fluffige, voluminöse Brauen verspricht. Mittlerweile gibt es sogar speziell entwickelte Produkte, die diesen Look imitieren.

Make-up-Artistin Naoko Scintu, die unter anderem mit Stars wie Jodie Comer und Priyanka Chopra arbeitet, bleibt trotzdem beim Original: „Ich vertraue auf Pears-Seife. Ich befeuchte den Riegel leicht und bürstle die Brauen direkt darüber. Das Ergebnis hält den ganzen Tag."

Geschwister, keine Zwillinge – die richtige Denkweise

Viele Menschen verbringen den halben Morgen damit, ihre Brauen auf Millimeter genau anzugleichen – und werden immer frustrierter. Make-up-Artistin Lisa Potter-Dixon brachte es backstage bei der Fashion Week auf den Punkt: „Augenbrauen sind Geschwister, keine Zwillinge."

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Genau wie das gesamte Gesicht ist auch der Brauebereich von Natur aus asymmetrisch. Anstatt gegen diese natürliche Unregelmäßigkeit anzukämpfen, sollte man sie bewusst betonen. Die natürliche Form zu unterstreichen ist der wirkungsvollste Weg, um Brauen ins beste Licht zu rücken.

Augenbrauen mit dem Stift auffüllen – die Technik dahinter

Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen einem natürlichen Ergebnis und aufgemalten Balken: die Strichrichtung. Wer mit dem Augenbrauenstift einzelne Härchen imitieren möchte, muss nach oben ziehen – niemals seitwärts.

Die Spitze des Stifts sollte in kurzen, schnellen Bewegungen geführt werden, um haarähnliche Striche zu erzeugen. Vertikal oder maximal im 45-Grad-Winkel – das ist die Faustregel. Ein Blick auf die echten Brauenttare zeigt: Kein einziges Haar wächst waagerecht. Wer dennoch quer zeichnet, erzeugt ein unnatürliches, künstliches Aussehen.

So vermeidet man den typischen „Bleistift-Brauen"-Effekt

Dieser Hinweis richtet sich an alle, die keine hauchdünnen Brauen im Stil der 1990er anstreben. Wer seine Brauen zuhause neu formen möchte, sollte laut Warren Dowdall, Senior-Pro-Artist bei Bobbi Brown, folgendermaßen vorgehen: Zuerst die Brauen wie gewohnt auffüllen, dann genau beobachten, welche Haare wirklich entfernt werden müssen.

Die goldene Regel dabei lautet: Weniger ist mehr. Wer zu aggressiv zupft oder korrigiert, riskiert ein Ergebnis, das schwer rückgängig zu machen ist. Lieber in kleinen Schritten vorgehen und das Gesamtbild immer wieder aus der Distanz beurteilen.

Zusammenfassung der wichtigsten Profi-Tipps

  • Brauen vorher bürsten – mit Spoolie, Gel oder Seife für eine saubere Ausgangsbasis
  • Asymmetrie akzeptieren – Brauen müssen nicht identisch, sondern harmonisch wirken
  • Striche nach oben ziehen – niemals horizontal zeichnen
  • 45-Grad-Winkel als maximale Abweichung von der vertikalen Richtung
  • Sparsam korrigieren – erst auffüllen, dann entscheiden, was wegmuss

Author

  • Mark Maslow ist einer der profiliertesten Fitness-Experten Deutschlands, der durch seinen evidenzbasierten Ansatz und seine analytische Herangehensweise bekannt wurde. Ursprünglich als diplomierter Luft- und Raumfahrttechnik-Ingenieur tätig, übertrug er die Prinzipien der Effizienz und Systemoptimierung auf den menschlichen Körper. Er ist nicht nur zertifizierter Personal Trainer mit lizenzierten Qualifikationen (u.a. Fitness-A-Lizenz), sondern hat sich durch jahrelange Praxis und das Studium sportwissenschaftlicher Erkenntnisse eine tiefe Expertise in den Bereichen Krafttraining, Ernährung und Mentaltraining erarbeitet. Sein Ziel ist es, Fitness-Mythen durch wissenschaftliche Fakten zu ersetzen und Menschen dabei zu helfen, ihren Körper nachhaltig zu transformieren.

    Bekanntheit erlangte Maslow vor allem durch seine Marke MarathonFitness und seinen preisgekrönten Podcast „Fitness mit M.A.R.K.“, der regelmäßig die deutschen Charts in der Kategorie Gesundheit anführt. Seine Expertise zeichnet sich durch das von ihm entwickelte „M.A.R.K.-Modell“ aus, das die vier entscheidenden Säulen des Erfolgs definiert: Mentaltraining, Ausgewogene Ernährung, Richtiges Krafttraining und Kardiotraining. Als gefragter Autor und Coach wird er für seine Fähigkeit geschätzt, komplexe biomechanische und physiologische Zusammenhänge in leicht verständliche, praxisnahe Strategien zu übersetzen, die sowohl für Profisportler als auch für vielbeschäftigte Alltagsathleten funktionieren.

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