Höhere Kfz-Steuer für Benzin- und Dieselfahrzeuge ab April 2026
Wer ab dem 1. April ein neues Benzin- oder Dieselfahrzeug mit hohem CO2-Ausstoß kauft, muss im ersten Zulassungsjahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Bei den umweltschädlichsten Modellen können die Kosten bei der Erstzulassung auf bis zu 5.690 £ ansteigen.
Besonders stark betroffen sind Fahrzeuge, die mehr als 255 g/km CO2 ausstoßen. Das System ist gestaffelt aufgebaut – je höher die Emissionen, desto höher fällt die Steuerbelastung aus.
Die größten Sprünge zeigen sich in den obersten Emissionsklassen, wo sich die Abgaben in den vergangenen Jahren in etwa verdoppelt haben. Fahrzeuge mit geringeren Emissionen werden dagegen nur moderat stärker belastet.
Diese erhöhte Steuer gilt ausschließlich für das erste Zulassungsjahr. Danach wechseln Pkw und Transporter in den regulären Jahrestarif, der voraussichtlich bei rund 200 £ liegen wird.
Steuerreform für Elektrofahrzeuge in Großbritannien
Ab April 2026 werden Elektrofahrzeuge (EVs) vollständig in das reguläre VED-System einbezogen. Damit müssen EV-Fahrer erstmals den standardmäßigen Jahresbeitrag von 200 £ entrichten, der künftig entsprechend der Inflation angepasst wird.
Eine leicht positive Nachricht gibt es dennoch: Die Grenze für den sogenannten Expensive Car Supplement wurde von 40.000 £ auf 50.000 £ angehoben. Dadurch entfällt für viele mittelpreisige Elektroautos der zusätzliche Aufschlag von 425 £ pro Jahr.
Für Dienstwagenfahrer steigt die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei Elektrofahrzeugen von 3 % auf 4 %. Das bedeutet zwar leicht höhere Kosten, bleibt aber nach wie vor deutlich günstiger als bei vergleichbaren Benzin- oder Dieseldienstwagen.
Insgesamt befinden sich 59 Modelle von 24 Marken in der höchsten Steuerklasse. Darunter fallen nicht nur Supersportwagen, sondern auch emissionsstarke SUVs und Pickups bekannter Hersteller wie Ford, VW und BMW.
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Strengere Regeln für die Fahrprüfungsbuchung
Ab April dürfen Fahrschüler ihre Prüfungsbuchung nur noch zweimal ändern. Die DVSA reagiert damit auf den massiven Missbrauch des Buchungssystems, der zu langen Wartezeiten in ganz Großbritannien geführt hat.
Änderungen wie das Verschieben von Datum, Uhrzeit oder Prüfungsort sind künftig auf insgesamt zwei Mal begrenzt. Wer darüber hinaus Anpassungen vornehmen möchte, muss seinen Termin vollständig stornieren und neu buchen.
Bei einer Stornierung, die mehr als 10 Werktage im Voraus erfolgt, wird die Gebühr vollständig erstattet. Diese Regelung soll verhindern, dass Prüfungsslots mehrfach reserviert oder immer wieder verschoben werden – ein Verhalten, das bislang erhebliche Wartezeiten verursacht hat.
Aktuell beträgt die Wartezeit in vielen Regionen bereits rund 22 bis 24 Wochen. Für den späteren Frühling sind weitere Maßnahmen geplant, darunter Einschränkungen beim Verlegungs-Radius und Regelungen, die sicherstellen sollen, dass nur der Fahrschüler selbst seine Buchung verwalten darf.
Gehwegparken: Kommunen sollen mehr Befugnisse erhalten
Die britische Regierung hat angekündigt, lokalen Behörden erweiterte Kompetenzen im Kampf gegen das Gehwegparken einräumen zu wollen. Entsprechende Pläne befinden sich derzeit im parlamentarischen Verfahren.
Englische Kommunen sollen künftig entschiedener gegen Fahrzeuge vorgehen können, die auf Gehwegen parken. Solche Fahrzeuge behindern besonders Menschen mit Rollstühlen, Kinderwagen oder anderen Mobilitätshilfsmitteln erheblich.
Die entsprechenden Maßnahmen sind im English Devolution and Community Empowerment Bill verankert. Das Gesetz soll zwischen dem 13. und 24. April im Oberhaus beraten werden und in die nächste parlamentarische Phase übergehen.
Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen im Überblick
- Erhöhte Erstzulassungssteuer für hochemittierende Benzin- und Dieselfahrzeuge – bis zu 5.690 £
- Elektrofahrzeuge zahlen ab April erstmals reguläre VED-Steuer von 200 £ pro Jahr
- Expensive Car Supplement-Grenze steigt von 40.000 £ auf 50.000 £
- Dienstwagen-Versteuerung für EVs steigt von 3 % auf 4 %
- Fahrprüfungsbuchungen dürfen nur noch zweimal geändert werden
- Gehwegparken: Neue Gesetzgebung gibt Kommunen mehr Handhabe













